Henri-Goldstein-Haus

Am Rande des Quickborner Himmelmoors, in der Himmelmoorstraße 4, auf dem Gelände des Torfwerks, befindet sich ein kleines, unscheinbares Gebäude aus rotem Backstein. Es sieht heute noch genauso aus, wie es 1936 gebaut wurde. Während des Zweiten Weltkriegs waren in diesem Gebäude jüdische Kriegsgefangene untergebracht. Sie mussten im Himmelmoor Torf stechen.

 

Einer dieser Kriegsgefangenen war Henri Goldstein. Er hat seine Erinnerungen an seine Kriegsgefangenschaft und die Zeit im Himmelmoor viele Jahre später in einem Buch festgehalten. Ausgehend von Henri Goldsteins Erinnerungen erarbeitete ein Quickborner Autorenteam die Dokumentation „Kriegsgefangenen-Arbeitskommando 1416“ (Ludwig-Verlag, Kiel, 9,90 €)

 

Seit 1915 wurde im Himmelmoor ein Arbeitslager für Strafgefangene, die von dem Zentralgefängnis Rendsburg als Torfarbeiter angefordert werden konnten, betrieben. Im Zweiten Weltkrieg gab es neben dem Strafgefangenen-Arbeitslager ein Kriegsgefangenenlager, in dem französische und sowjetische Kriegsgefangene, sowie politische Gefangene als Zwangsarbeiter zur Torfgewinnung eingesetzt wurden.

 

Innerhalb dieses Kriegsgefangenen-Lagers bestand ein weiteres, separates Lager, in dem mindestens 53 jüdische Kriegsgefangene untergebracht waren. Auch sie wurden zur Torfgewinnung eingesetzt und bildeten das Kriegsgefangenen-Arbeitskommando 1416. Das Gebäude, in dem sie untergebracht waren, steht heute noch in nahezu unverändertem Zustand.

Der Träger- und Förderverein "Henri-Goldstein-Haus" wurde am 28.11.2013 gegründet. Er hat sich insbesondere zur Aufgabe gesetzt, das bislang sogenannte Rotsteinhaus zu erhalten und es zur Gedenkstätte "Henri-Goldstein-Haus" auszugestalten. 

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie uns bitte ein E-Mail an folgende Adresse: info@henri-goldstein-haus.de

Jahresrückblick 2020

Es tut sich etwas im Henri-Goldstein-Haus.

 

Seit diesem Jahr ist das Gebäude im Besitz der Stadt Quickborn und wir als Verein haben jetzt erst-malig freien Zugang zu unserer neuen Gedenkstätte. Das haben wir uns lange gewünscht. Jetzt können wir endlich kleinen Gruppen von Interessierten das Innere des Henri-Goldstein-Hauses zeigen.

Coronabedingt allerdings frühes-tens wieder ab dem 08.03.2021

Damit verbunden sind die Suche nach einem versicherungs-technisch tragfähigen Konzept, die Sanierung des Gebäudes und der Aufbau einer künftigen Ausstellung. Viel Arbeit noch für das kommende Jahr.

Mitmachen

Forschen Sie in Ihrer Straße nach Ereignissen aus der NS-Zeit. Das Ergebnis kann auf der Webseite "Spurensuche" veröffentlicht werden.

Sponsoren

Für die Finanzierung unserer Projekte und Veranstaltungen  suchen wir noch weitere Spender, die uns bei der Verwirklichung unterstützen. Spendenbescheinigung kann erstellt werden. IBAN:

DE32 2219 1405 0057 049440

BIC: GENODEF1PIN